Freitag, 23. Mai 2008

Tage 57 - 63 (Airlie Beach, Whitsundays)

Tag 57, 17.05.08
In den frühen Morgenstunden fuhr heute der Bus von Rockhampton nach Airlie Beach (7h). Mein Hostel eher Durchschnitt (im Vergleich zu jenem in Hervey Bay :-). Airlie Beach ist ein kleiner, (zu) touristischer Ort (4000 Einwohner), in dem jeder Backpacker halt macht, um zu den Whitsundays zu segeln. So auch ich. Mein Segelschiff fährt am Dienstag ab und kommt Freitags zurück (3 Tage / 3 Nächte).
Am Abend haben wir uns (ein Deutscher aus meinem Zimmer und ich) in einer Bar noch das Halbfinal-Spiel von Roger Federer geschaut.

Tag 58, 18.05.08
Da meine Tauchschule erst morgen beginnt (als ich gebucht habe, wurde mir gesagt, sie beginne heute), hatte ich einen ganzen Tag zum Nichtstun. Es war ein herrlicher Tag ohne Wolke am Himmel, also ging ich zur schönen Lagune. jaaa, in Airlie BEACH hat es leider keinen Beach, aber die Lagune ist ein gelungener Ersatz dafür :-).
Heute Abend „muss“ ich natürlich den Final von Roger schauen.

Tag 59, 19.05.08
Erster Tag meiner Tauchschule (in einem zu kalten Pool). Da haben auch zwei Wetsuits nichts genützt. Neben den Übungen im Pool mussten wir auch noch die Tauchtheorie lernen. Mit mir in der Tauchschule ein Schwede und ein Belgier.

Tag 60, 20.05.08
Heute wurde der zweite Tag der Tauchschule in Angriff genommen. Der Pool war noch immer kalt und den Theorietest haben wir alle bestanden :-). Heute Abend beginnt das dreitägige Segelabenteuer.

Tage 60 - 63, 20.05.08 – 23.05.08 (Segel- und Tauchtrip in den Whitsundays resp. Great Barrier Reef)
Wie schon erwähnt, fuhr das Schiff am Dienstag Abend los. Unser Segelschiff, die Anaconda III, bietet Platz für etwa 30 Passagiere inkl. 6 Crewmitglieder. Irgendwie haben doch wirklich alle Passagiere irgendwo Unterschlupf gefunden. Die Kabinen –wie könnte es anders sein auf einem Boot- waren recht eng. Jedes Zimmer hatte jedoch sein Eigenes Badezimmer.
Am Mittwoch sind wir in der Bucht des Whitheaven Beach aufgewacht. Der Strand ist angeblich einer der reinsten (weissesten) der Welt. (Für die, die’s interessiert: Der Sand hier besteht aus 95% Silizium, ein normaler Strand hat etwa 5 – 10 %. Deshalb ist der Sand hier so weiss und fein wie Mehl. Was auch ganz erstaunlich ist: Der Sand von Whitheaven Beach wird nicht heiss, egal wie warm die Sonne drauf scheint. Silizium sei Dank.)
Am Nachmittag hatten wir dann unsere ersten Tauchgänge im offenen Meer. Als uns der Tauchlehrer gesagt hat, dass wir 18m in die Tiefe gehen und dort unsere Übungen machen (Tauchbrille wegnehmen, „Rucksack“ und Gewichtsgürtel ausziehen, Luftschlauch „wegwerfen“ und suchen…), hatten wir schon etwas Bammel. Was wir dort unten gesehen haben, war jedoch schlicht unglaublich! Tausende Fische, jeder bunter als der andere, gigantische Riffe, etc.
Das Beste an der ganzen Sache war jedoch, dass dies noch nicht das Great Barrier Reef war. Am Mittwoch Abend fuhren wir raus zum „Outer Reef“ (ca. 5h fahrt) um dort zu ankern.
Am nächsten Morgen, Donnerstag, stand dann unser erster Tauchgang im Reef bevor (der wahrscheinlich beste und schönste Ort, um Tauchen zu lernen). Die zwei Tauchgänge haben jene von Mittwoch bei weitem übertroffen. Die Fische und Korallen Riffe waren noch bunter und vielfältiger, die Sicht bei weitem besser. Einmal wurde ich von Hunderttausenden der kleinen, silbrigen Fischen begleitet (bekannt als Futter für die grösseren Fische :-). Wenn man nur die kleinste Bewegung gemacht hat, schwamm der ganze Schwarm in die gleiche Richtung. Doch etwas unwohl war mir schon...“werde ich demnächst –zwischen all den Fischen- Haifutter sein?“. Naja, da Ganze kann man gar nicht beschreiben…einfach AWESOME (Lieblingswort der Crew :-)!! Die Tauchgänge waren jeweils ca. 40min, in einer Tiefe von max. 18m.
Am Abend konnte man, wenn man wollte, einen Night-Dive machen. Ich war tatsächlich einer der zwei verrückten, die sich darauf einliessen. Die Angelegenheit war zwar nicht gerade billig, doch es war es absolut Wert. Ausgerüstet mit Taschenlampen haben wir riesige Fische gesehen (sahen zwar aus wie Haie, waren aber keine) und gigantische Schildkröten (Grösse: Bis 3m). Bis auf eine, waren alle am schlafen (und jene ist uns dann auch ein Stückchen gefolgt). Ausserdem kamen alle seltsamen Fische raus (sahen aus wie irgendwelche Weltraum-Kreaturen). Unglaublich.
Auf dem Schiff waren alles tolle Leute, coole Crew und ein erfahrener Steuermann (nur einmal sind wir im Riff steckengeblieben=).
Heute Freitag stand dann schon wieder die Rückkehr zu Airlie Beach an. Nach etwa 6h Fahrt sind wir im Hafen angekommen (begleitet von ein Bisschen Regen, das Wetter ansonsten 3 Tage traumhaft). Nach 3 Tagen auf dem Schiff, war ich ganz froh, wieder festen Boden unter den Füssen zu haben. Der Segelturn war ganz klar eines der Highlights meiner Reise!




Die Route





Unser Abendessen (kein Witz). Der beste Fisch, den ich je hatte.

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

yee wider mol üpis:D
lööck de strand isch jo traumaft hender den do au mol chöne use aso an strand oder is wasser go bade?